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Cover; Vorwort und Dank; Inhalt; Einleitung und Methodik; 1. Ovid und die Erzählforschung; 2. Zielsetzung der Arbeit; 3. Der Primärerzähler der Metamorphosen in der Forschung; 3.1 Joseph B. Solodow: "The World of Ovid's Metamorphoses" (1988); 3.2 Fritz Graf: "Ovide, les Métamorphoses et la véracité du mythe" (1988) / "Die Götter, die Menschen und der Erzähler" (1994); 3.3 Niklas Holzberg: "Ovid. Dichter und Werk" (1997); 3.4 Stephen M. Wheeler: "A Discourse of Wonders. Audience and Performance in Ovid's Metamorphoses" (1999). 2.1 Ceyx und Alcyone (met. 11,410-748): Zuneigung und Anteilnahme2.2 Hecuba und ihre Kinder (met. 13,399-575): Von außen beobachtetes Unglück; 2.3 Callisto (met. 2,401-532): Eintreten für eine unglücklich Leidende; 2.4 Byblis (met. 9,450-665): Der unentschiedene Erzähler; 2.5 Meleagers Schwestern (met. 8,526-546): Ein sonderbarer emotionaler Ausbruch; 2.6 Zwischenfazit: Mitgefühl und Emotionalität; 3. Haltung 3: Objektivität und Zurückhaltung; 3.1 Scylla (met. 13,730-14,74): Der Erzähler als desillusionierter Chronist? 2.3.2 'Leserapostrophen'B. Erzählhaltungen in den Metamorphosen: Der Erzähler und sein Stoff; 1. Haltung 1: Respektvolle Achtung; 1.1 Bacchus in Theben (met. 4,16-25): Der hingerissene Erzähler; 1.2 Iphis (met. 9,666-797): Respektvolle Ehrerbietung; 1.3 Midas (met. 11,85-145): Harmonie zwischen Göttern und Menschen; 1.4 Hercules' Tod (met. 9,134-272): Verehrung eines Heroen; 1.5 Erzählerfiguren der 'römischen' Geschichte (13.-15. Buch): Ein vates am Werk; 1.6 Zwischenfazit: Respektvolle Achtung; 2. Haltung 2: Mitgefühl und Emotionalität. 3.5 Anastasios Nikolopoulos: "Ovidius Polytropos. Metanarrative in Ovid's Metamorphoses" (2004)3.6 Bernd Effe: "Epische Objektivität und subjektives Erzählen. "Auktoriale" Narrativik von Homer bis zum römischen Epos der Flavierzeit" (2004); 3.7 Fazit: Fehlender Konsens?; 4. Ansatz der vorliegenden Arbeit; 5. Literaturtheoretische Konzepte und Begrifflichkeiten; 6. Vorgehensweise und Methodik; 7. Ovids Vorgänger: Episches Erzählen bei Homer, Apollonios und Vergil; 8. Grundlegende Erwartungen an episches Erzählen. A. Formale Merkmale von Erzähler und Erzählillusion: Kommunikation zwischen Erzähler, Adressat und Rezipient1. Erzähleridentität und Erzählperspektive; 1.1 Ein (realer) Autor als (fiktiver) Erzähler?; 1.2 Erzählperspektive und Fokalisierung; 1.3 Erlebte Rede; 2. Ein objektiver und allwissender Erzähler?; 2.1 Sichten und Ordnen; 2.1.1 Urteile und Wertungen; 2.1.2 Skepsis und Unsicherheit; 2.2 Der Erzähler als Experte; 2.2.1 Generalisierung und Moralisierung; 2.2.2 Vergleiche und Analogien; 2.2.3 Erläuternde und überdeutliche Kommentare; 2.3 Dialogführung; 2.3.1 Emotionale Appelle. Wer erzaehlt die Metamorphosen? Gibt es nur einen Erzaehler? Muss man ueberhaupt zwischen Autor und Erzaehler trennen? Und ist die Haltung des Erzaehlers nun distanziert-ironisch oder fromm-naiv? Die vorliegende Arbeit liefert mittels aktueller narratologischer und rezeptionsaesthetischer Analyseverfahren eine Typologie der primaeren Erzaehlerfigur von Ovids Epos. Zudem zeigt sie anhand detaillierter Textinterpretationen, wie inkonsistent Ovid seinen Erzaehler konstruiert hat. Im Ergebnis wird die Neuartigkeit von Ovids Erzaehlanlage gegenueber tradierten Formen epischen Erzaehlens deutlich: S.