Table of Contents

Religion hat in den letzten Jahren in Öffentlichkeit und Forschung wieder verstärkt Beachtung gefunden. Und obwohl die religiöse Landschaft äußerst heterogen ist, betrachten religionssoziologische Studien ihren Gegenstand gegenwärtig hauptsächlich als individualisierte Sozialform. Anna Daniel überwindet diese theoretischen, narrativen und disziplinären Engführungen und untersucht mithilfe eines postkolonialen Analyseansatzes die Grenzziehungen des religionssoziologischen Diskurses. Ihr verflechtungsgeschichtliches Kulturverständnis eröffnet darüber hinaus eine neue Perspektive auf Religion, die sowohl der Heterogenität als auch der Hybridität religiöser Praktiken gerecht wird.